Nutzungseinschränkungen

Hinsichtlich der Einbindung der Goitzsche-Wildnis in die Gesamtlandschaft gilt es Kompromisse zwischen den Nutzungsansprüchen und dem Wildnisgedanken zu finden. Dies konnte nur in Zusammenarbeit mit den potenziellen Nutzern stattfinden. Deshalb sind verbindliche Absprachen mit allen möglichen Nutzern besonders wichtig. Nutzungswünsche betreffen insbesondere die jagdliche, fischereiliche und die Nutzung durch Erholungssuchende und Natursportler.

In Absprache mit der Fischereibehörde und dem Anglerverband sind die der BUNDstiftung gehörenden Gewässerbereiche See nicht zur fischereilichen Nutzung freigegeben.

Auf mehr als 1000 ha der Goitzsche-Wildnis gilt in Zusammenarbeit mit der Jägerschaft und den Jagdbehörden Jagdruhe. Gemeinsam mit den Jägern wird aber ein intensives Monitoring der Wildbestände betrieben.

Auch Erholungssuchende können durch Baden, Boot fahren, Lärm usw. stören. Deshalb herrscht in der Goitzsche-Wildnis für die Gewässer, Inseln und bestimmte sensible Uferzonen ein Betretungsverbot. Im Großen Goitzschesee ist der gesperrte Seebereich mit einer Tonnenkette markiert. Am Ludwigsee wurde in Absprache mit dem Ortsteil Holzweißig eine abgegrenzte Badestelleausgewiesen, um auch hier die Störungen zu minimieren. Diese Regelungen sind Teil von Landschafts- und Naturschutzgebietsverordnungen. Durch eine attraktive Wegeführung, Aussichts- und Beobachtungspunkte werden für Wanderer und Radfahrer Anreize geschaffen, diese zu nutzen und dadurch andere Bereiche völlig ruhig zu halten. Regelmäßige Kontrollen durch die Naturwacht der BUND-Kreisgruppe in Zusammenarbeit mit der Polizei helfen illegale Nutzungen, wie z.B. das Befahren mit Kraftfahrzeugen zu minimieren bzw. auszuschließen.


  • Jagdruhe_Frischlinge_Wildkamera_BUNDarchiv
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  • Tonnenkette_einholen_F.Heidecke
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