Wildnis

Es gibt Länder mit viel großflächigeren naturnahen Räumen. Ob große Teile Australiens, der sibirische Teil Russlands, Nationalparke einiger afrikanischer Länder, der Amazonas-Regenwald Brasiliens – im Vergleich dazu sind wirklich naturnahe Flächen in Deutschland winzig. Deutschland ist seit mehreren Jahrtausenden geprägt von einer Landnutzung durch Ackerbau, Grünlandwirtschaft, Beweidung oder Forstwirtschaft. Die heutige Kulturlandschaft ist das Ergebnis einer langen, regional unterschiedlichen und wechselhaften Entwicklungsgeschichte.
Nur auf 0,6 Prozent der Bundesgebietsfläche bestehen Wildnisbereiche von mehr als 500ha Gebietsgröße, die einen ungestörten Ablauf der Naturvorgänge aufweisen.
Der BUND versteht unter Wildnis einen Raum, im dem der Mensch jede Nutzung, Gestaltung und Planung bewusst unterlässt. Dort soll eine weitgehend ungestörte natürliche oder naturnahe Lebensraumdynamik ablaufen und sich die typische biologische Vielfalt entwickeln. Der Mensch soll nicht lenkend und planend eingreifen. In diesen Räumen gilt „Mut zum Nichtstun“ und „Zuschauen statt Gestalten“ – auch für Naturschützer!
Wildnis kann wieder neu entstehen, wenn wir ihr Raum und Zeit lassen, sich zu entwickeln. Die BUNDstiftung leistet mit der Goitzsche-Wildnis ihren Beitrag für neue Wildnis. Die Goitzsche war nach dem Tagebau eine ungenutzte Landschaft. Hier bot sich die Chance, interessante Bereiche zu erwerben und künftig der Natur freien Lauf zu lassen. Und nach kurzer Zeit zeigt uns die Natur in der Goitzsche schon, was sie ohne Hilfe des Menschen kann und was wir von ihr lernen können.

  • Affenbrotbaum_Botswana_H.Heidecke
  • Afrikanischer_Elefant_H.Heidecke
  • Falkland_H.Heidecke
  • Gorilla_Uganda_H.Heidecke
  • Khao Sok_Th.Busch
  • Nashorn_Namibia_H.Heidecke
  • Schimpanse_Uganda_H.Heidecke
  • Spitzkoppe_Namibia_H.Heidecke
  • Sumpf_Madagaskar
  • Tschobe_Fluss_Botswana_H.Heidecke (2)
  • Tschobe_Fluss_Botswana_H.Heidecke